Seminar

Wenn die Schulter ständig schmerzt – Das Impingement-Syndrom auf dem Prüfstand (S-102)

Untersuchung und Therapie bei Schulterschmerzen

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 4

Beschreibung

Kaum eine Diagnose wurde in den letzten Jahren in der Therapiewelt so kontrovers diskutiert wie das Schulter-Impingement. Lange Zeit wurde das Impingement als Einklemmphänomen betrachtet, bei der es durch eine Verengung des Raumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf zur Quetschung von Schleimbeutel und Muskelsehnen kommt. Doch mehrere aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen stellen diese Theorie erheblich in Frage. So konnte beispielsweise bei 25-40% der Menschen ohne Schulterbeschwerden eine entsprechende Raumverengung in der Bildgebung nachgewiesen werden. Auch zeigte sich, dass eine operative Erweiterung des Raumes keine besseren Ergebnisse als eine Schein-Operation lieferte. Trotz der umstrittenen Theorien hinter dem Impingement bleiben die Schulterbeschwerden der Patient/-innen im Fokus. Die Schmerzen sind dabei komplex und durch viele beitragende Faktoren beeinflusst, die es durch eine gezielte Anamnese und Untersuchung herauszufinden gilt. Auf Basis dieser biopsychosozialen Betrachtungsweise sehen moderne Behandlungsrichtlinien insbesondere aktives Training als erste Therapieoption an. Der Vortag soll genau an diesen zwei Schwerpunkten ansetzen und den Teilnehmenden Sicherheit geben, eine klinische Untersuchung systematisch durchzuführen und anschließend auf Basis evidenzbasierter Therapiestrategien das betroffene Schultergelenk zu behandeln.

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