Seminar

Tipps bei Psoas & Piriformis Syndrom - Ursache Folge Kette für Trainingstherapie (S-205)

Vortrag

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 4

Beschreibung

Ursache- Folge- Ketten sind im osteopathischen Alltag ständig präsent. Was sind die sog. UFKs eigentlich? Erst Diagnose, dann lösen und erst dann behandeln und trainieren. D.h. nicht nach DAVOS Modell/Methode, sondern Osteopathische Möglichkeiten, Überlegungen, Alternativen, Ergänzungen, Ganzheitlichkeit in der Diagnostik in der Trainingstherapie zu verstehen. Probleme und Lösungen? Kleiner Muskel-großes Problem. Das trifft in vielen Fällen auf den M. piriformis zu. Unfälle, Stürze auf das Gesäß, Spannungen im Beckenboden, eine muskuläre Dysbalance zwischen Ab- und Adduktoren, ein verkantetes Iliosakralgelenk oder auch eine Fehlstellung der Hüfte sind mögliche Ursachen für einen gestressten, verhärteten oder gar entzündeten Piriformis Muskel. Die Beschwerden sind vielfältig und werden nicht immer direkt dem M. piriformis zugeordnet: Lumboischialgien, Blasenentzündungen mit Nierenbeteiligung, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Beckenbodenprobleme, um nur einige zu nennen. Auch der M. Psoas kann, neben Statik- und Bewegungsdysfunktionen, durch unseren modernen, sympathikotone, Lebensstil chronisch getriggert und verkrampft werden. Denn wenn der Körper aufgrund von Stress ständig von Cortisol und Adrenalin überschwemmt wird, reagiert der Psoasmuskel mit überhöhter Spannung, was zur Folge hat, dass das Zwerchfell auch in zu hoher Spannung arbeitet. Der Körper fällt in eine Art Fluchtmodus, als wenn man vor einer Gefahr davonlaufen müssten. Hält der verhärtete (Spannungs-) Zustand länger an, kann das zu tiefen Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, Skoliosen, blockierter Zwerchfellatmung und Dysfunktion innerer Organe führen. Bei beiden Muskeln sind also Ursache-Folge-Ketten, ligamentäre und fasziale Verbindungen zwischen Becken, Rücken und sogar Schädelbasis besonders zu berücksichtigen und in die Diagnostik /Trainingstherapie miteinzubeziehen. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, erhalten Sie osteopathische, trainingstherapeutische Tipps bzw. Lösungsansätze, wie Sie die bindegewebigen und faszialen Strukturen durch gezielte Maßnahmen trainieren können. Freuen Sie sich auf eine 3-stündige Fortbildung über zwei Muskeln, die zwar jeder kennt, deren weitreichenden Problematiken in den meisten Seminaren aber nicht als Ursache-Folge-Ketten thematisiert werden. Kursleitung Edo Hemar, Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Prävention/Rehabilitation und Sportmedizin, Osteopath (BAO), Osteopathische Funktionsmedizin, Masterstudium der Sportosteopathischen Medizin, Studium der Traditionelle Chinesischen Medizin, Master of Myofaszial Release in Sports Medicine, SportOsteopath und Sportphysiotherapeut DOSB, Trainer A-Lizenz, Langjährige Arbeit/Betreuung vieler Spitzensportler, Experte für Trainings- und Therapiewissenschaft, Funktionelle Bewegungslehre, Biomechanik und Gesundheitsmanagement.

Referent:

Edo Hemar
Praxis für Osteopathie, Physiotherapie, Trainingstherapie und Naturheilkunde