Seminar

Adaptive Phänomene nach Schlaganfall (S-114)

Physio-, Ergotherapie und mehr

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 4

Beschreibung

In Deutschland erleiden jährlich 270`000 Menschen einen Schlaganfall. Bei vielen dieser Menschen bleibt eine Behinderung zurück. Ein Problem, sekundären strukturellen Veränderungen des Bewegungsapparates. Schwerpunkt dieses Seminares ist der Umgang mit dem Verlust von Gelenkigkeit, Dehnfähigkeit und Bewegungstoleranz. Die Plastizität des Nervensystems unterstützt das Wiedererlangen bestimmter Fertigkeiten wie auch die Entstehung adaptiver Phänomene, z.B. Bewegungseinschränkungen durch Muskelverkürzung, Gelenksteifigkeit und mangelnde Bewegungstolleranz des Nervensystems. Zusätzlich kommt es durch den Prozess der trainingsinduzierten Plastizität zu Veränderungen der kortikale Repräsentation des Körpers. Diese Phänomene entstehen sowohl aus einer Minus- wie einer Plussymptomatik des Patienten. Wie beeinflussen Veränderung von Tonus, Muskellänge, Faszien Elastizität und Pathodynamik des Nervensystems die Ebene der Aktivität und Partizipation? Wie werden Behandlungsstrategien unter der Berücksichtigung von neurologischen Symptomen wie veränderte Körperwahrnehmung, Verhaltensänderungen / non use umgesetzt? Können therapieunterstützende Geräte wie z.B. ein Exoskelett für die Hand sinnvoll eingesetzt werden? Bei welchen Patienten ist eine zusätzliche Behandlung durch Botolinum Toxin, Lagerungsschienen und / oder redressierenden Verbänden indiziert? Die Beantwortung dieser Fragen inklusive Patientenbeispiele und die Durchführung einiger praktischer Behandlungssequenzen sind Inhalte dieses Seminares.

Referent:

Traute Schmidt
Müller&Schmidt