Seminar

Patientenziel: Partizipation! (S-112)

Wie kann die Kombination aus moderner Technik und darauf abgestimmte Therapie Patienten unterstützen, sich ein Maximum an Lebensfreiheit zurück zu erobern?

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket

Beschreibung

Realitätscheck Alltag und Partizipation: Mit Therapie und moderner Technik mehr bewegen Feline Müller, Physiotherapeutin, B.Sc., Ottobock Global Academy Schwere Erkrankungen und Gliedmaßenverluste wirken sich stark auf das Leben der Betroffenen und nahestehenden Personen aus. Gemäß ICF besteht im Leben eines Menschen eine Wechselwirkung zwischen der Erkrankung, den körperlichen Beschwerden, den Auswirkung auf Aktivitäten und Partizipation und den Umwelteinflüssen. Ziel der Rehabilitation ist es, die Teilhabe am gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Leben wieder zu ermöglichen. Ist die Wiederherstellung bestimmter Körperlicher Funktionen nicht mehr möglich, stellen Hilfsmittel eine sinnvolle Ergänzung der Therapie dar. Geht es bei einer Hilfsmittelversorgung eigentlich nur um Funktionsausgleich oder welche weiteren Aspekte sollten berücksichtigt werden? Technologien einbinden: Erfolgreiche Rehabilitation vereint Therapie und Technik mit dem Ziel, der höchstmöglichen Selbständigkeit und Selbstbestimmung des Patienten im Alltag. TherapeutInnen sind ein wichtiges Bindeglied zwischen der Technologie und dem Patienten. Therapeutische Interventionen müssen auf die jeweilige Versorgungslösung abgestimmt sein. 09:50 – 10:30 Gangphysiologie und typische Gangabweichung bei verschieden Indikationen: Praktische Beispiele aus der Neurorehabilitation und Prothetik Esther Brücker, Physiotherapeutin Ottobock Global Academy, Susan Moeller, Physiotherapeutin, Ottobock Global Academy In diesem Teil des Vortrages geht es um die klinische Betrachtung, inwieweit sich Paresen, Spastiken oder Gliedmaßenverluste auf den Gang und die funktionellen Ressourcen des Patienten auswirken. Wie werden beispielsweise Verluste der oberen Extremitäten kompensiert, welchen Einfluss hat dies auf den Gang, das Gleichgewicht und die Alltagsaufmerksamkeit? Inwieweit können Hilfsmittel die Patienten unterstützen und Defizite kompensieren? Wo liegen die Grenzen? Pause 15 min 10:45 – 11:30 Patientenzentrierter Gliedmaßenersatz nach Amputation: Therapeutische Unterstützung unter Berücksichtigung funktionaler, sozialer und emotionaler Gesichtspunkte Feline Müller, Physiotherapeutin, B.Sc., Ottobock Global Academy & Dipl. Ing. Birgit Bischof, BSc, Physiotherapeutin, Otto Bock Healthcare Products Gmbh. Beim Patientenzentrierten Ansatz werden neben den funktionellen, vor allem auch die emotionalen Aspekte berücksichtigt. Sie spielen eine entscheidende Rolle, wie gut die Versorgung wieder in das Körperschema integriert und damit die Prothese genutzt wird. Die Individualisierung der Prothese nach kosmetischen Gesichtspunkten, bietet zusätzlich Möglichkeiten, diesen Prozess zu beeinflussen. Aus dem Verlust der oberen versus der unteren Extremität ergeben sich für Patienten unterschiedliche Bedürfnisse, die in der Therapie und der Versorgung berücksichtigt werden müssen. Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen einer Versorgung? Mit einer gezielten Anamnese, einem realistischen Erwartungsmanagement von Patient und Angehörigen, unterstützen Sie die Auswahl der individuellen Versorgung und den individuellen Therapie Erfolg. 11:30 – 12:30: Schnittstelle Therapie & Orthopädietechnik in der Neurorehabilitation: Indikationsübergreifende Versorgungslösungen Susan Moeller, Physiotherapeutin, Ottobock Global Academy, Wiebke von Klot, Physiotherapeutin, M. Sc., John + Bamberg GmbH u. Co.KG Paresen, Spastiken, Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und kognitive Defizite sind Kernprobleme vieler verschiedener neurologischer Erkrankungen. Moderne Technologien und Hilfsmittel stellen eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie dar. Für die Auswahl des geeigneten Hilfsmittels müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Im Sinne eines ganzheitlichen Therapie & Versorgungsansatzes, mit dem Ziel der höchstmöglichen Partizipation: Welche funktionellen Assessments spielen eine Rolle bei der Auswahl geeigneter Hilfsmittel? Welche Möglichkeiten bieten moderne Technologien in Bezug auf das Spastik Management und wie können sie die Therapie bestmöglich unterstützen und ergänzen?

Referent:

Esther Brücker
Otto Bock Healthcare Products GmbH
B.Sc Feline Müller
Ottobock Healthcare Products GmbH
BSc Birgit Bischof
Ottobock Healthcare Products GmbH
Susan Moeller
Ottobock SE & Co. KGaA
M. Sc Wiebke von Klot
John + Bamberg GmbH u. Co.KG