Seminar

Jedes Wort wirkt! - wie Du Deinen Therapieerfolg durch effektive Kommunikation steigerst (S-004)

Kommunikationstipps für Therapeuten

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 2

Beschreibung

Welchen Einfluss das, was in der Therapie bzw. der Behandlung gesagt wird, auf den Heilungsprozess oder auftretende Nebenwirkungen hat, wurde bereits in etlichen Studien zum Thema Nocebo- und Placebo-Effekt untersucht und nachgewiesen. 2011 hat die Uni Hamburg in einem Experiment die Manipulierbarkeit gesunder Probanden untersucht. Dabei ging es um die Schmerzwahrnehmung bei gesunden Personen. Nur über die Worte konnten die Forscher die Schmerzwahrnehmung bei gleichbleibender Dosierung eines Schmerzmittels hoch- und runterdrehen. Und das war nicht nur subjektiv in den Angaben der Probanden abzulesen, sondern sogar in Hirnscans deutlich sichtbar. In einer ausführlichen Stellungnahme des Arbeitskreises Placebo wird bereits im Vorwort darauf hingewiesen, „dass der Placeboeffekt bei jeder Behandlung, auch bei einer Standardtherapie auftritt.“ (Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer "Placebo in der Medizin" (Langfassung) (bundesaerztekammer.de)) Er empfiehlt, dass sich alle Ärzte und Ärztinnen mit der Placeboforschung beschäftigen, „um erwünschte Arzneimittelwirkungen zu maximieren, unerwünschte Wirkungen von Medikamenten zu verringern und Kosten im Gesundheitswesen zu sparen“. Meiner Meinung nach gilt das für jeden Menschen, der im Gesundheitswesen arbeitet – sei es in der Therapie, der Pflege oder an einer anderen Stelle. In allen Bereichen, in denen eine Kommunikation mit dem Patienten stattfindet, kann diese zu den oben genannten Effekten beitragen. Nicht nur bei der Anwendung von Medikamenten, sondern bei jeglicher Form der Therapie oder Patientenbeziehung. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Patienten erst einmal Dr. Google befragen, wenn es um gesundheitliche Themen geht, nimmt die Bedeutung einer klaren, effektiven und wertschätzenden Kommunikation zwischen medizinischem Personal und PatientInnen umso mehr zu. Für den Therapieerfolg ist also neben dem, was der Therapeut mit den Händen am Patienten tut und welche Techniken er einsetzt, entscheidend wie der Therapeut mit dem Patienten spricht. Ich kann die Erwartungshaltung meines Patienten gegenüber der Therapie, zum Heilungsprozess, zur Schmerzwahrnehmung oder auch zur aktiven Beteiligung an der Therapie darüber positiv beeinflussen, was ich dem Patienten sage und wie ich es ihm sage. Und da wir während der Therapie sowieso meistens mit dem Patienten im Gespräch sind, kann ich dieses Gespräch auch sinnvoll und effektiv nutzen.

Referent: