Praxisworkshop

Physiotherapie wirkt nachhaltig (S-001)

Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage bei Kindern und Erwachsenen und Vorstellung von Ergebnissen einer Studie

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 2
Praxisworkshop: Für die Teilnahme ist erforderlich, dass Sie eine Matte mitbringen.
Außerdem wird sportlich bequeme Kleidung empfohlen.

Beschreibung

Thema: Physiotherapie wirkt nachhaltig Titel: Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage bei Kindern und Erwachsenen und Vorstellung von Ergebnissen einer Studie Inhalt der Studie: Evaluation von Physiotherapie auf neurophysiologischer Basis bei Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren mit Umschriebener Entwicklungsstörung motorischer Funktion (UEMF). Ziel der Therapie ist die Minimierung der Funktionseinschränkungen und die Verbesserung der Partizipation. Beides kann mit dem neuen Therapieansatz (NET) nachhaltig erreicht werden. Die UEMF ist ein heterogenes Krankheitsbild mit vielen möglichen Symptomen, sowohl in den Körperfunktionen und Strukturen und bei Alltagsaktivitäten und gehört zu den häufigsten Beeinträchtigungen in der kindlichen Entwicklung (Seeländer et al. 2013). Sie tritt weltweit auf und betrifft beide Geschlechter. Unbehandelt bleiben Symptome bis ins Erwachsenenalter bestehen. Aber auch im Erwachsenenalter sind sie behandelbar. Die UEMF kann bei jedem Kind Folgenschäden verursachen, wie Rückzugsverhalten, Angststörungen, niedriges Selbstwertgefühl und weitere (Lehmkuhl 2013 S 1286), vor allem, wenn es keine soziale Unterstützung erfährt (Jenni & Calfisch 2012). Durch andauernde Funktionseinschränkungen können Hilfsmittel und Operationen erforderlich werden. Ziel dieser Evaluation von Physiotherapie auf neurophysiologischer Basis bei Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren (N=10) war Untersuchung, ob es zu einer Minimierung der Funktionseinschränkungen und zur Verbesserung der Partizipation kommt. In dieser Studie wurden die Kinder vor und nach der Therapie (24 Therapieeinheiten) und nach 12 Wochen ohne Therapie mit dem M-ABC 2 untersucht. Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass sich alle Kinder funktionell und in ihrer Partizipation verbesserten. Diese Ergebnisse waren nachhaltig. Auch ohne Therapie konnten die Kinder ihre Verbesserungen behalten. Die älteren Kinder konnten sogar ihre Funktionsstörungen in der Therapiepause weiter minimieren. Literatur Blank R & Vinçon S. Deutsch-österreichisch-schweizerische (DACH) Versorgungsleitlinie zu Definition, Diagnostik, Behandlung und psychosozialen Aspekten bei Umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (UEMF). AWMF-Register-Nr. 022-017( Stand: 05/2020). www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/022-017.html (letzter Zugriff: 20. Juli 2022). Jenni O & Calfisch J (2012). Das motorisch ungeschickte Kind. Therapeutische Umschau, 69(8): 459-465. Seeländer J, Fidler V, Hadders-Algra M. (2013). Increase in impaired motor coordination in six- year- old German children between 1990 and 2007. Acta Paediatr. 2013; 102(1): e44-e48. Tacke U & Korinthenberg R (2013). Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen, In: Lehmkuhl G, Poustka F, Holtmann M, Steiner H (Hrsg.), Lehrbuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie – Band 2: Störungsbilder (1287-1304). Göttingen: Hogrefe.

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