Praxisworkshop

Strain - Counterstrain (S-203)

Spontane Befreiung einer neuromuskulären Dysfunktion

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 4

Beschreibung

Strain – Counterstrain Spontane Befreiung einer neuromuskulären Dysfunktion Michael Lierke (Arbeitsgemeinschaft Sportphysiotherapie) In der physiotherapeutischen Behandlung, wie auch im Breiten- und Leistungssport hat in den letzten Jahrzehnten die Dehnung vermeintlich verkürzter Strukturen einen großen Stellenwert eingenommen. Hierbei gab es immer wieder neue Impulse, die jeweils etablierte Herangehensweise an diese Thematik in Frage zu stellten und durch eine veränderte Methodik zu ersetzen. Die Frage, wie bzw. ob überhaupt Dehnung oder Stretching sinnvoll durchzuführen ist, wird sehr kontrovers diskutiert und eher mit Argumenten wie "Das haben wir schon immer so gemacht!" oder "Wer heilt, hat Recht!" geführt. Dass erstaunliche Resultate hinsichtlich der Lösung einer neuromuskulären Dysfunktion auch durch eine der Dehnung völlig entgegengesetzte Methodik zu erzielen sind, hat der USamerikanische Osteopath und Chiropraktiker Lawrenc H. Jones (1920 - 2007) mit der inzwischen nach ihm benannten Jones-Technik, auch "Strain - Counterstrain benannt, eindrucksvoll belegen können. A. Ziele des Workshops: Die Teilnehmer sollen anhand ausgewählter Beispiele lernen, sog. „Tenderpoints“ im Gewebe aufzuspüren, die auf bestehende neuromuskuläre Dysfunktionen hinweisen. Hierauf aufbauend sollen sie mit dem Prinzip vertraut gemacht werden, wie man durch passive Positionierung des betroffenen Körperabschnittes, bzw. der Annäherung der einander entgegengesetzten Enden einer Faszienkette, innerhalb kürzester Zeit die Beseitigung der identifizierten Dysfunktion herbeiführen kann. Die ausgewählten Beispiele orientieren sich primär an Dysfunktionen, die sich häufig im Sport ereignen. Die vermittelten Kenntnisse können gleichfalls bei der Behandlung von Dysfunktionen angewendet werden, die regelmäßig aufgrund alltagstypischer Belastungssituationen auch bei nicht sportlich aktiven Patienten auftreten. B. Zielgruppe des Workshops: 1. Physiotherapeuten 2. Physiotherapieschüler und –studenten 3. Sport-Physiotherapeuten C. Theoretische Ansätze des Workshops: 1. Gelenkübergreifende Vernetzung einzelner Körperabschnitte durch Faszienketten 2. Wechselseitige Beeinflussung verschiedener Dysfunktionen 3. Reproduzierbare Technik anhand definierter anatomischer Referenzpunkte D. Praktische Ansätze des Workshops: 1. Basierend auf anatomischen Kenntnissen Dysfunktionen identifizieren 2. Dysfunktionen durch passive Positionierung spontan auflösen 3. Ohne Hilfsmittel auf dem Sportplatz und in der Praxis anwendbar 4. Minimaler Zeitaufwand – Maximale Wirkung! Alle vorgestellten Behandlungstechniken werden unmittelbar praktisch und paarweise bzw. in Dreiergruppen geübt. Die Teilnehmer sollten kurze Sportbekleidung tragen, damit alle für die Behandlung relevanten Referenzpunkte gut zugänglich sind.

Referent:

Michael Lierke
Praxis für ambulante Rehabilitation