Seminar

Angst als „yellow flag“ – Therapeutische Ansätze bei schmerzbedingtem Angst-Vermeidungsverhalten (S-051)

Wie man mit Bewegungsängsten und Vermeidungsverhalten umgehen sollte?

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket
Fortbildungspunkte / Übungseinheiten: 4

Beschreibung

Etwa 49% der deutschen Bevölkerung geben an, dass sie mindestens einmal die Woche unter körperlichen Schmerzen leiden. Häufig chronifizieren diese Beschwerden und führen bei Patient-/innen zu erheblichen Beeinträchtigungen von Aktivitäten und Partizipation. Neben psychosozialen Risikofaktoren (Stress, depressive Verstimmung), die in der Medizin auch als Yellow flags bezeichnet werden, können insbesondere Ängste für das Persistieren von Schmerzen verantwortlich sein. Denn angstinduzierte Überzeugungen oder Einstellungen fördern die Passivität der Patient-/innen und stehen der Genesung im Wege, da es zur Vermeidung bestimmter Bewegungen kommt. Die Ursachen für Bewegungsängste liegen in bewegungsassoziierten Negativerfahrungen, jedoch können diese auch durch die Überzeugungen, Erklärungen und Wortwahl von medizinischem Fachpersonal beeinflusst werden. Das daraus folgende Angst-Vermeidungsverhalten ist dabei häufig sehr spezifisch und kontextabhängig, was wiederum gezielte Therapiemaßnahmen erfordert. Neben Edukation spielen hierbei graduelle Belastungsmanagementstrategien und der gezielte Abbau von Ängsten durch Graded Exposure eine wichtige Rolle. Im Workshop werden diese Therapiepfeiler genauer vorgestellt und gemeinsam mit den teilnehmenden Physio- und Ergotherapeut-/innen an ausgewählten Fallbeispielen angewendet.

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