Kongress therapie LEIPZIG

N-Kongress: Behandlung von Stressbelastungen mithilfe ressourcenorientierter Körpertherapie (S-154)

Kurzbeschreibung

Einstiegsseminar

Beschreibung

Stressbelastungen und ihre Folgen wurden bereits 2007 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Aktuelle Erkenntnisse aus der Schmerz-, Hirn- und Stressforschung bilden die Grundlage für Theorie und Praxis des Workshops.

Ressourcenorientiertes Vorgehen - wie im Konzept der Ortho-Bionomy® - geht konform sowohl mit dem Gold Standart der Physiotherapie, dem bio-psycho-sozialen Modell, als auch dem Wunsch der Patient*innen nach Transparenz und maßgeschneiderten individuell stimmigen Therapieangeboten.

Theorie:

Pathophysiologie des Stress - die Stressachse, erhöhter Sympathikotonus, Arousal...Die Interozeption, zentraler Faktor der ressourcenorientierten Körpertherapie: Interozeption ist „der Sinn für den physiologischen Zustand des Körpers“. Sensorische Informationen aus den inneren Organe, der Haut und den Faszien werden in der Insula ausgewertet (Wärme, Kälte, Spannung, Muskeltonus, wohltuende Berührung...). Diese Signale werden mit exterozeptiven Informationen abgeglichen und Emotionen, Erfahrungen und Erinnerungen zugeordnet. So ergibt sich ein genaues Abbild unseres inneren Körperzustandes und führt zu den Fragen: Was tut mir gut? Wie fühlt es sich an? „Verwirrungen“ der Insula, die zu wenige Signale bekommt oder nicht stimmig interpretiert, können zu einer dramatisierenden, überfokussierten, „gestressten“ Reaktionslage führen.

Prinzipien einer ressourcenorientierten Therapie im Sinne des bio-psycho-sozialen Modells

Bedeutung der therapeutischen Kommunikation und der direkten Einbeziehung des Feedbacks der Patient*innen

Befund und Befinden - Schulung der Körperwahrnehmung und Versprachlichung zur Steigerung der Selbst-Wahrnehmung

Stressselbstregulation: Das Wahrnehmen und Erleben der eigenen Grenzen und Ressourcen ermöglicht das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

„Wohlspannung“ (Eutonus) nicht Entspannung als Ziel der Behandlung

Praxis:

Praktische Anwendung der ressourcenorientierten Prinzipien der Ortho-Bionomy®

Befunderhebung und Entlastung der Nebennierenachse an Beispielen

Entlastung des M. gastrocnemius als Beispiel für einen der Fluchtreaktionsmuskeln

Entlastung der Chapman Zone „Nasennebenhöhlen“ auf der 2. Rippe zur Verbesserung der Orientierungsreaktion im Raum (HWS Rotation) und Anregung des Lymphabflusses über den Venenwinkel

Atemtechniken

Reflektorische und isotonische Selbstbehandlung

Techniken zur Steigerung der Selbstwahrnehmung

Referent: