Seminar

Optimiertes Intervallfasten durch clevere Lebensmittelauswahl und gezielte Bewegung (N-Kongress) (S-173)

Wie lassen sich die unterschiedlichen Formen des Intervallfastens durch clevere Lebensmittelauswahl und gezielte Bewegungselemente optimieren?

Kurzbeschreibung

Zutritt nur mit Kongressticket

Beschreibung

Die Effekte des Intervallfastens haben eine solide wissenschaftliche Basis. Für die Erforschung der Autophagie, einem wesentlichen Effekt des Intervallfastens, wurde 2016 der Medizinnobelpreis an Yoshinori Ohsumi verliehen. Die gesundheitswirksamen Effekte des Intervallfastens wie eine verbesserte Insulinsensitivität, erhöhte Stressresistenz, vermindertes Risiko der Nicht-alkoholischen-Fettlebererkrankung und in Kombination mit angepasster sportlicher Aktivität die gezielte Unterstützung des Fettstoffwechsels lassen sich bezogen auf den individuellen Lebensstil optimieren, wenn die Lebensmittelauswahl und begleitenden Bewegungselemente gezielt und sinnvoll getimet auf die Fastenperioden abstimmt werden. Sport-Anfänger, gesundheitsorientierte Aktive mit geringen Bewegungsumfängen und ohne intensive Trainingseinheiten sowie Fitness-Orientierte mit langfristigem, dauerhaftem Abnehmwunsch profitieren ebenso vom IF wie Ausdauer-Sportler*innen. Die Kombination aus IF und gezieltem Fettstoffwechseltraining kann zur Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit beitragen. Allgemein können Sportler*innen den Vorteil nutzen, dass trotzt IF und gezielter Einschränkung der Energieaufnahme ein zielführendes Training weiterhin möglich ist. An den Fastentagen stehen den Muskeln idealerweise kaum Kohlenhydrate zur Verfügung. Sie werden dann dahin trainiert, überwiegend Fett anstatt Kohlenhydrate zu verbrennen. Aktivitäten an IF-Tagen sollten mit geringerer Intensität durchgeführt werden, um einen zusätzlichen Reiz für die Anpassung an die Fettverbrennung zu provozieren. Mittelfristig gelingt es so, den Stoffwechsel auf die überwiegende Verstoffwechslung von Fetten umzustellen. Die metabolische Flexibilität wird gesteigert. Während für Gesundheitsorientierte zusätzlich Nüchterntrainingseinheiten eingesetzt werden können, um die Fettverbrennung zu beschleunigen, sollten leistungsorientierte Sportler*innen, die ihr Gewicht auf einen Saisonhöhepunkt oder zur Wettkampfphase hin optimieren möchten, neben dem IF zur Optimierung des Energiehaushalts ein gezieltes Fettstoffwechseltraining mit vorentleerten Glykogenspeichern durchführen. Beim Intervallfasten ist die Energieaufnahme vermindert. Oft wird das Spektrum der verzehrten Lebensmittel eingeschränkt. Daher ist beim IF auf eine Lebensmittelauswahl mit hoher Nährstoffdichte zu achten. Besonders Einschränkungen bei der im Allgemeinen ohnehin geringen Aufnahme wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe sollten durch eine veränderte Lebensmittelauswahl kompensiert werden. Dennoch werden die empfohlenen Mengen an sek. Pflanzenstoffen in der Regel kaum erreicht. Der Einsatz hochwertiger Mikronährstoffkonzentrate mit breiter Palette an Sekundären Pflanzenstoffen Gemüse und Obst ist daher zu prüfen und situationsspezifisch in das IF-Ernährungsmanagement zu integrieren.

Referent:

Uwe Schröder
Deutsches Inst. für Sporternährung eV