1. Leipziger Logopädiesymposium

Dysphagien bei Menschen mit (Alzheimer-)Demenz - Logopädisches Arbeiten mit Patienten im palliativen Kontext unter Berücksichtigung systemischer Aspekte

Beschreibung

Aufgrund der Zunahme von Menschen mit demenzieller Entwicklung rückt auch die Anzahl von Patienten mit demenziell bedingten Ernährungs- und Schluckstörungen in den Fokus des logopädischen Interesses. Hierbei kann die logopädische Diagnostik und Therapie sowohl ambulant und im häuslichen Umfeld als auch stationär erfolgen. Im Rahmen des Workshops wird nach Klärung des Begriffs Demenz ein Überblick über das Auftreten von Dysphagien bei Menschen mit Demenz vom Typ Alzheimer gegeben, und danach der logopädische Versorgungsauftrag von Patienten (mit Demenz) im palliativen Kontext skizziert. Anhand eines Fallbeispiels werden die diagnostischen und therapeutischen (Be-)Handlungsmöglichkeiten eines palliativen Patienten mit fortgeschrittener Alzheimer-Demenz im Plenum erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt des logopädischen Angebotes liegt auf der Beratung und Begleitung von versorgenden Angehörigen bzw. gesetzlichen Vertretern. Diesbezüglich werden der Aspekt der Ambivalenz im Hinblick auf eine Entscheidungsfindung, sowie die Klärung von Anliegen und Auftrag betrachtet. Abschließend wird zudem der Frage nach künstlicher Ernährung im Rahmen einer fortgeschrittenen Alzheimer-Demenz nachgegangen, und das pflegerisch-therapeutische Konzept des „Comfort Feeding Only“ vorgestellt. Zum Schluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Referent:

Monika Hübner
Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg