Implementierung und Evaluierung des MoSi®-Trainings- & Präventionsprogramms

Assessmentergebnisse zu Beginn und Ende des MoSi®-Trainings

Beschreibung

Implementierung und Evaluierung des MoSi®-Trainings- & Präventionsprogramms S. Schülein Geriatrie-Zentrum Erlangen, Waldkrankenhaus St.Marien, D-91054 Erlangen, Deutschland. Hintergrund Mit Zunahme der Lebenserwartung wächst auch der Wunsch nach einem möglichst langen selbstbestimmten Leben und sozialer Teilhabe. Eine wichtige Voraussetzung hierfür stellt eine gute Mobilität und Selbständigkeit im Alltag dar. Durch Altersveränderungen wie Verlust an Muskelmasse und Nachlassen der Koordination und des Gleichgewichtes nehmen insbesondere im Zusammenhang mit altersassoziierten Erkrankungen Störungen des Ganges und Gehvermögens ab dem 60. Lebensjahr zu. Dies wiederum ist oft der Beginn einer eingeschränkten Mobilität und Gangsicherheit, die sich durch die daraus resultierenden Aktivitätseinschränkungen weiter verstärken. Einschränkungen der Selbständigkeit und Sturzneigung mit zum Teil gravierenden Auswirkungen wie Knochenbrüche sind die Folge. Durch Trainingsprogramme können Einschränkungen wieder gebessert werden und sie haben sich bei der Verminderung des Sturzrisikos als erfolgreich erwiesen. Ziel Ziel unseres Projektes ist es, in möglichst frühen Phasen primärpräventiv anzusetzen und bereits beginnenden Einschränkungen des Gehvermögens entgegenzuwirken. Hierzu wird das Trainings- und Präventionsprogramm MoSi® (Mobilität und Sicherheit im Alter) bayernweit implementiert und weiter wissenschaftlich evaluiert. Für ein möglichst flächendeckendes Angebot der Programms ist die Gewinnung weiterer MoSi®-Trainingszentren in den DACH-Länder geplant. Methoden MoSi® richtet sich vor allem an Senioren ab dem 65. Lebensjahr, die noch selbständig mobil sind. Der Kurs dauert 5 Wochen mit jeweils 2 Übungseinheiten pro Woche von je 1 Stunde Dauer. Ziele sind der Erhalt und die Verbesserung des Gehvermögens und der Gangsicherheit sowie die Steigerung des objektiven und subjektiven Sicherheitsgefühls. Langfristig soll dadurch bis ins hohe Lebensalter hinein eine möglichst selbständige Mobilität und Selbständigkeit in den Alltagsaktivitäten erhalten, das Sturzrisiko gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden. Die Besonderheit des MoSi®-Training besteht darin, dass die Senioren in einem Kurs die erforderlichen präventiven Übungen und Verhaltensweisen erlernen und diese dann im häuslichen Rahmen selbst durchführen können. Der Effekt verschiedener Bewegungsintensionen auf die Reduktion von Stürzen wird je nach Inhalt und Belastung mit Werten bis zu 39 % angegeben. Die Evaluation erfolgt durch ein therapeutisches Assessment jeweils zu Beginn und Ende des Kurses sowie eine Befragung der Teilnehmer mittels standardisierter Fragebögen. Die durchgeführten Assessments zur Erhebung der Daten sind: o Funktioneller-Reichweiten-Test (Functional-Reach-Test, o Finger-Boden-Abstand-Test (Fingertip-to-Floor-Test (FTF)) o Fünfmaliger Sitz-Steh-Test (Five-Time-Sit-to-Stand-Test (FTSST)) o Timed-Up & Go (TUG) o Handkraftmessung (Jamar®) (Grip-Strength-Measurement) o BORG Skala zur Abschätzung des subjektiven Belastungsempfindens o Selbsteinschätzungsfragebogen zur Ermittlung der Sturzangst (Falls Efficacy Scale-International (FES-I)) o Selbsteinschätzungsfragebogen des GZE zur Ermittlung der Sturzgeschichte (GCE Falls History Questionnaire)

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