Die neurokognitive Rehabilitation nach Prof. Perfetti (S-217)

Der Einsatz der neurokognitiven Rehabilitation nach Prof. Perfetti bei Patienten mit apraktischen Störungen

Beschreibung

Prof. Carlo Perfetti als Begründer der Neurokognitiven Rehabilitation hat umfassend die Behandlung von Patienten mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen erforscht und ein Therapiekonzept entwickelt, welches international verbreitet ist. Ein besonderer Fokus liegt in der Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit als wichtige Grundlage für die Ausführung alltäglicher Aktivitäten. Besondere Merkmale der Übungen sind das Arbeiten mit geschlossenen Augen, die geführten Bewegungen, das Nutzen von Sprache, die Aufmerksamkeit sowie das Gedächtnis und die Verarbeitung und Transformation somästhetischer Informationen. Die Behandlung der Apraxie hat einen besonderen Stellenwert in der neurokognitiven Rehabilitation. Patienten mit einer Apraxie zeigen Schwierigkeiten bei der Imitation von bedeutungsvollen oder abstrakten Gesten, beim zweckmäßigen Gebrauch von Objekten und/oder der Geschicklichkeit der Bewegungsausführung (Binkowski et al., 2013). Im Rahmen der Behandlung wird der Patient deshalb darin unterstützt, seine Aufmerksamkeit auf Gelenkkomponenten zu lenken, die in eine Handlung involviert sind sowie auf die Dekodierung und Transformation von verschiedenen Informationsquellen (visuell, verbal, somästhetisch) mit dem Ziel, die Bewegungsabläufe zu verbessern. Im Rahmen des Workshops werden neben theoretischen Aspekten auch Testsequenzen und mögliche Übungen an verschiedenen Patientenbeispielen gezeigt.

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