Psychomotorik – Ganzheit durch Spiel und Erfahrung (S-161)

Beschreibung

Der psychomotorische Ansatz findet sich in der Wechselwirkung zwischen körperlichem und psychischem Erleben. So wirkt sich unsere Erfahrung sowohl auf unser körperliches und emotionales Wohlbefinden, als auch auf das Bild unserer selbst und der Umwelt aus. Wir erleben uns äußerlich und innerlich bewegt im sozialen Kontext und auch alleine. Es können die verschiedensten Materialien genutzt werden, doch auch materialarme Angebote haben schon eine große Wirkung auf unsere Gesundheit. Das Medium „Spiel“ eignet sich hervorragend, sodass der Prozess als freudvoll und natürlich wahrgenommen werden kann. Die Motivation steigt und Widerstände können sich im Spiel unbewusst lösen. Alltägliche Rollen werden abgelegt und wir erleben uns als vital und lebensfroh. Kreativität und Fantasie, Spontanität und Emotionalität finden einen authentischen Ausdruck. Wir erleben uns aus vielerlei Perspektiven und immer mehr als „ganz“. So spricht uns das Konzept der Psychomotorik durch die Sozial-, Umwelt-, und Selbsterfahrung multidimensional an. Dieser praxisorientierte Workshop geht der Frage nach, wie bewegungs- und spielbetones Erleben heilen kann und das insbesondere auf der psychisch-emotionalen Ebene. Wie kann „Spaß“ „ganz“ machen? Worin liegt der Wert des Spielens und weshalb ist es so wichtig diesem individuellen, als auch kollektivem Bedürfnis in unserer Zeit nachzugehen? Es werden sowohl theoretische, als auch praktische Grundlagen der Psychomotorik vermittelt, Selbst-, und Gruppenerfahrungen gemacht und gemeinsam reflektiert. Themenschwerpunkte liegen in... den drei Säulen des psychomotorischen Erlebens (Selbst, Sozial und Material) dem der Psychomotorik zugrunde liegendem Menschenbild dem Kennenlernen verschiedenster Spiele, Übungen und Interventionen der Differenzierung zum klassischen Sport- und Turnunterricht dem Spiel und der Freude als Medium den Möglichkeiten der Gestaltung von Gruppen-, und Einzeltherapie kinder- und jugendpsychiatrische Phänomene im Kontext der Psychomotorik dem Umgang mit Widerständen und Konflikten innerhalb bewegungszentrierter Settings des eigenen Selbst-verständnisses der Rolle als Übungsleiter*in Referent Daniel Klüsener lädt zu diesem Praxisworkshop ein und teilt seine berufliche Erfahrung als Motopäde auf spontane und humorvolle Art. Besonderen Einfluss hat hier seine Arbeit im kinder- und jugendpsychiatrischen Kontext.

Referent: