Evidenzbasierte Untersuchung und Behandlung der Schulter bei jugendlichen Handballkaderathleten

Beschreibung

Zielsetzung: Vermittlung und Integration eines evidenzbasierten Behandlungsprozesses in der ambulanten Praxis am Fallbeispiel einer Schulteruntersuchung bei jugendlichen Kaderathleten des niedersächsischen Handballverbandes Inhalt Beschwerden im Schultergürtel sind im Handball aufgrund der Händigkeit beim Werfen und der damit einseitigen Belastung, keine Seltenheit (VBG, 2018). Trotz der häufigen Krafteinwirkungen des/der Gegner/s/in und die damit einhergehende Gefahr einer traumatischen Verletzungen, machen die atraumatische Verletzung einen deutlich größeren Anteil der Schulterverletzungen aus (Laver et al., 2018, S. 177). Die VBG (2018) empfiehlt daher präventive Übungen zur Schulterkontrolle in das Trainings einzubauen, um Mobilität und Stabilität des Gelenkes zu verbessern. Gerade die strukturierte Integration eines evidenzbasierten Behandlungskonzepts in die organisatorischen Voraussetzungen einer ambulanten Praxis erweisen sich dabei als große Herausforderung, die KollegInnen in der Versorgung dieser PatientInnen bewältigen müssen. Anahnd eines Fallbeispiels zeigt dieser Workshop deswegen nicht nur die neuesten Evidenzen bei der Untersuchung und Behandlung o.g. PatientInnen, sondern vermittelt auch Lösungsvorrschläge für die Integration in den Praxisalltag. Hierbei vermittelt der Workshop neben den nötigen Kompetenzen für die Therapierenden auch die organisatorischen Kompetenzen, die für die optimale Untersuchung, Planung, Behandlung und Analyse der Daten in der behandelnden Einrichtung benötigt werden. Mit der Vorgehensweise „Vom Assessment zum Therapieprozess“ werden den Teilnehmenden sowohl die nötigen Kenntnisse der Datenerhebung, Datenverarbeitung, Datenanalyse vermittelt, als auch die wichtigen Grundvoraussetzungen der evidenzbasierten Praxis und des Qualitätsmanagement näher gebracht. So wird es Therapierenden in ambulanten Einrichtungen ermöglicht, trotz stark begrenzter zeitlicher Ressourcen, den Therapieprozess optimal zu steuern und parallel eigene Daten zur Qualitätssicherung zu erheben.

Referent:

Holger Hoffmann
Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Gesundheitscampus Göttingen

Co-Referent: