Tiergestützte Therapie mit Hund

Wirksamkeitsnachweis und Antworten auf Fragen zu Ausbildung, Wirtschaftlichkeit und Tierethik

Beschreibung

Einen Hund in der Therapie dabei zu haben, macht noch keine tiergestützte Therapie aus! Ebenso wenig, wie man durch die Anwesenheit eines Hundes zu einem besseren Therapeuten wird! Erst durch eine fundierte Ausbildung, bei der Hund und Mensch als Team zusammenwachsen, kann eine zielgerichtete tiergestützte Therapie gewährleistet werden. Hinzu kommt, dass der Einsatz eines Hundes nur dann ethisch vertretbar ist, wenn Effektivität und Effizienz der Therapie hierdurch erhöht werden. In diesem Seminar wird der Frage nachgegangen, wie man bei der Vielzahl an Angeboten zu Weiterbildungsmöglichkeiten und -maßnahmen eine passende und „gute“ Weiterbildung zum Mensch-Hund Team findet. Meist sind die Ausbildungen zudem so breit gefächert, dass es den Therapeuten nach Abschluss häufig an Ideen fehlt, wie sie ihre therapeutische Fachkompetenz, den Mehrwert des Hundes und ihr berufsspezifisches Profil als Mensch-Tier-Team zum Ausdruck bringen können. Weiterhin wird im Seminar vermittelt, welche tierschutzrelevanten Faktoren in Bezug auf den therapeutischen Einsatz beachtet werden müssen. Dazu gehören neben der artgerechten Haltung von Hunden im Allgemeinen auch die Entwicklung einer stabilen Bindung zwischen Hund und Halter sowie der wesensgerechte Einsatz des individuellen Tieres in der Therapie. Hier spielt auch das Lernen mit positiven Verstärkern und die Frage, wie Hunde lernen und was eigentlich gelernt werden soll und muss, eine wichtige Rolle. Außerdem wird ein Einblick in aktuelle Erklärungsansätze zur Wirksamkeit der Mensch-Tier-Beziehung gegeben. Diese gehen erwiesenermaßen deutlich über ein reduktionistisches Wenn-Dann-Funktionsmodell hinaus. Um Klienten indikationsgeleitet für die Tiergestützte Therapie selektieren zu können, stellt die Referentin ein geeignetes und einfach zu nutzendes Entscheidungsinstrument vor. Nach dem Seminar sind die Teilnehmer in der Lage ein für sich passendes Fortbildungsinstitut zu finden, die tiergestützte Therapie mit einem eigenen berufsspezifischen Profil zu vertreten, geeignete Klienten auszusuchen und die Wirksamkeit des Tieres bei ihren Klienten zu dokumentieren.

Referent: