Unterwegs in neuen Gewässern

Wie ErgotherapeutInnen mit dem Förderprogramm „Segel setzen, Leinen los! Auf Piratenreise im letzten Kitajahr“ im Bereich Prävention aktiv werden können

Beschreibung

Das Jahr vor der Einschulung ist für die Kinder eine ganz besondere Zeit: Sie blicken der Schule mit Begeisterung entgegen und freuen sich darauf endlich Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Während einigen Kindern der Übergang in die Schule reibungslos gelingt, zeigen sich bei anderen bereits im 1. Schuljahr Schwierigkeiten in basalen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsbereichen, die sich auch auf das Lernen auswirken. „Segel setzen, Leinen los! Auf Piratenreise im letzten Kitajahr“ ist ein bewegtes Programm zur Förderung schulischer Basiskompetenzen. Es nimmt die Kinder mit auf eine abenteuerliche Lernreise und begleitet sie in insgesamt 32 Förderstunden in ihrem Übergang von der Kita in die Schule. Eingebettet in eine Piraten-Abenteuergeschichte bereisen die Kinder 8 „Inseln“, die verschiedene Entwicklungsthemen widerspiegeln. Dabei greift das Programm bedeutende Bausteine der Entwicklung strukturiert auf und und stärkt basale Bausteine für das Lernen in der Schule – motorische Fähigkeiten, Wahrnehmung, Sozialverhalten, Lernkompetenzen sowie fachliche Basisfähigkeiten wie phonologische Bewusstheit und mathematische Grundkompetenzen. Da sich Wahrnehmungs- und Verarbeitungsschwierigkeiten sowie Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen bereits in der Kita andeuten, geht es zugleich darum, Kinder mit Auffälligkeiten früh zu erkennen. Denn um diese Kinder früh gezielt zu fördern und dem Entstehen von Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen entgegenzuwirken, sind Prävention und eine gute Vernetzung der Fachkräfte in Kita, Schule und Therapie wichtig. Für Ergotherapeut*innen wie auch andere therapeutische Fachkräfte bietet die „Piratenreise“ die Möglichkeit, ihr Arbeitsfeld in den Bereich Prävention und Entwicklungsförderung zu erweitern und intensiv mit Kitas zusammenzuarbeiten. Als externe Fachkräfte können (Ergo-)Therapeut*innen so direkt am Lern- und Lebensort Kita präventiv aktiv werden und mit ihrer fachlichen Expertise die pädagogische Arbeit der Erzieher*innen ergänzen. Durch eine enge Vernetzung und den direkten multiprofessionellen Austausch vor Ort können so Kinder mit Unterstützungsbedarf noch früher erkannt werden, sodass gemeinsam und unter Einbeziehung der Eltern Möglichkeiten einer frühen pädagogischen Förderung für das einzelne Kind herausgearbeitet und ggf. ergänzende Förderprozesse frühzeitig angebahnt werden können. In dem Workshop erhalten die Teilnehmenden eine theoretische und v.a. praktische Einführung in Struktur und Aufbau des Förderprogramms, die Stundenbilder, die begleitende gezielte Beobachtung mittels Beobachtungsbögen und die Elternarbeit.

Referent:

Co-Referent: