Serious Games – Wie beeinflusst unser Sehen die Anwendbarkeit von Therapiespielen? (S-052)

Beschreibung

Im Rahmen des EU-Projekts ReHyb wird eine hybride Neuroprothese entwickelt, welche die Anwendung eines Exoskeletts mit FES und Serious Gaming-Komponenten kombiniert. Unter anderem kommt hierzu auch Augmented Reality (AR) zum Einsatz. AR findet in der Neuroreha immer häufiger Anwendung, mit dem Ziel das Therapieergebnis zu maximieren. Spiele mit Wettkampf-Charakter und auch die Bereitstellung von Feedback über die eigene Leistung tragen dazu bei, die Motivation des Patienten im Hinblick auf die Durchführung repetitiver Bewegungen zu erhöhen (Bower et al., 2015). Außerdem bietet eine AR-Umgebung die Möglichkeit, Alltagsaktivitäten in einer natürlichen Situation zu üben (Khademi et al., 2013). Jedoch ist für die Effektivität einer AR-Anwendung eine adäquate visuelle Tiefenwahrnehmung wichtig (Bach et al., 2017). Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern einen Einblick in Trends und Technologien in der Neurorehabilitation mit AR zu gewähren. Hierbei steht die Anwendbarkeit von AR bei Patienten nach einem Schlaganfall im Mittelpunkt. Der Workshop widmet sich der Fragestellung wie das stereoskopische Sehen die Wahrnehmung von holographischen Objekten in einer AR-Umgebung beeinflusst. Zur Erarbeitung der Thematik wird das Projekt ReHyb vorgestellt und die Grundlagen des Stereosehens werden aufgearbeitet. Verschiedene Möglichkeiten der AR-Anwendungen in der Neuroreha werden präsentiert. Klinische Test zur Diagnose von Einschränkungen des Stereosehens werden vorgestellt und können von den Teilnehmern getestet werden. Ebenso wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, praktische Erfahrung mit der Anwendung verschiedener Test in einem AR-Setting zu sammeln.

Referent:

Chiara Höhler
Schön Klinik Bad Aibling

Co-Referent:

Dr. Carmen Krewer
Schön Klinik Bad Aibling