1. Leipziger Logopädiesymposium (L-001)

Dysphagien bei Kopf-Hals-Tumoren - Diagnostik und Therapie

Beschreibung

Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland 17.220 Menschen an einem Kopf-Hals-Tumor.1 Häufig führt die Erkrankung selbst, aber auch deren Behandlung zu Dysphagien und damit zu einer erhöhten Morbidität, Mortalität und Einschränkung der Lebensqualität der Betroffen.2 Aufgrund des komplexen Krankheitsgeschehens und der multimodalen Behandlung kommt der Dysphagiediagnostik und -therapie auf diesem Gebiet eine besondere Rolle zu. Patienten präsentieren nicht selten ein Mischbild aus struktureller Dysphagie (durch morphologische Veränderungen nach chirurgischer Tumorentfernung) und neurogenen Defiziten (bspw. nach Chemotherapie). Dysphagien bei Kopf- Hals- Tumoren sind häufig dynamische Prozesse, die sowohl im Verlauf zunehmen können als auch erstmals Jahre nach Abschluss der Behandlung auftreten können (bspw. infolge der Spättoxizität nach Radiotherapie).3 Im Vortrag wird ein Überblick über diagnostische Möglichkeiten und therapeutische Maßnahmen bei Kopf-Hals-Tumoren gegeben und anhand von Fallbeispielen auf deren Besonderheiten eingegangen. 1 Wienecke A, Kraywinkel K (2019) Epidemiologie von Kopf-Hals-Tumoren in Deutschland. Onkologe 25:190–200. 2 Schindler A, Mozzanica F, Barbiera F (2019) Dysphagia Evaluation and Treatment After Head and Neck Surgery and/or Chemoradiotherapy of Head and Neck Malignancy. In: Eckberg O. Dysphagia - Diagnosis and Treatment. 2. Edition © Springer International Publishing AG. S. 649-668. 3 Manikantan K et al. (2009) Dysphagia in head and neck cancer. Cancer Treatment Reviews 35: 724–732.

Referent:

Berit Schilling
Klinikum der technischen Universität München rechts der Isar