Digitalisierte Befunderhebungsinstrumente in der Pädiatrie

Beispiele zur Durchführung, Auswertung und Dokumentation

Beschreibung

In Gesundheitsberufen ist es besonders wichtig, dass diagnostische Verfahren und Instrumente Anwendung finden, die zuverlässig, überprüfbar und relevant sind. Eine evidenzbasierte Praxis benötigt aussagekräftige, reproduzierbare und detaillierte Daten und Befunde, um gezielte und effektive klinische Entscheidungen fällen zu können. Das Erfassen von manuellen Fertigkeiten gerade im Kindesalter dient an vielen Stellen der Einschätzung des Entwicklungsstandes. Die Durchführung entsprechender Testverfahren wird jedoch bis heute meistens ohne EDV-Unterstützung vorgenommen und basiert häufig auf subjektiven Einschätzungen der Testpersonen. Diese Daten sind jedoch nur bedingt oder gar nicht reproduzierbar bzw. vergleichbar. Zuverlässige diagnostische Instrumente zur akkuraten Messung von manuellen Fertigkeiten sind aber unabdingbar, um eine relevante, therapeutische Intervention zu planen und um Veränderungen sowie Verbesserungen genau messen zu können. Eine Digitalisierung der Verfahren kann somit wesentlich zu einer effizienteren Befunderhebung und Therapie beitragen. Es gibt mehrere Ebenen der Digitalisierung von Befunderhebungsinstrumenten: die Durchführung, die Auswertung und die Dokumentation. Diese Präsentation bietet einen Überblick der Digitalisierung und führt Beispiele auf, die unter anderem auch in Drittmittel-geförderten Apps und Projekten entwickelt wurden. Der Workshop ist interaktiv gestaltet und es werden digitalisierte Bausteine der therapeutischen Diagnostik vorgestellt. Teilnehmer_innen können die App selber ausprobieren und analysieren. Diskussionsergebnisse werden schriftlich festgehalten.

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