Individualisierung im Rehasport (S-003)

Differenzierte Stundengestaltung im Gruppentraining

Beschreibung

Im Rehasport werden Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen der persönlichen Leistungsfähigkeit mit dem Ziel trainiert, die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Das gemeinsame Üben in festen Gruppen ist dabei Voraussetzung, um gruppendynamische Effekte zu nutzen, den Erfahrungsaustausch zwischen den Rehasportlern zu fördern und den Selbsthilfecharakter des Rehasportes zu unterstreichen. Im Rehasport „Stütz- und Bewegungsapparat“ ist eine Zuordnung der Rehasportler nach Behinderungen und Beeinträchtigungen üblich, z.B. Rückengruppe, Kniegruppe usw. Nicht immer gelingt diese Zuordnung eindeutig, da Rehasportler oft mehrfache Behinderungen und Beeinträchtigungen haben. Selbst innerhalb einer bestimmten Gruppe gibt es verschiedene Grade an Behinderungen und Beeinträchtigungen. Der Rehasport-Übungsleiter betreut in der Regel stark heterogene Übungsgruppen. Eine Individualisierung im Gruppentraining ist für eine bedarfsgerechte, auf einzelne Teilnehmer ausgerichtete Stundengestaltung unumgänglich. Der Workshop zeigt organisatorische, sportmethodische und pädagogische Lösungsansätze. Die Teilnehmer des Workshops probieren u.a. verschiedene Varianten und damit verschiedene Schwierigkeitsgrade einer Übung selbst aus und haben die Möglichkeit, sich in der Gruppe zu diesem Thema auszutauschen.

Referent:

Jürgen Reif
Verein für Sport und Gesundheit leipzig e.V.