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    Multimodale Schmerzmedizin (S-045)

    Nutzung des Gehirns und des Körpers

    07.03.19 | 15:00 – 18:00 Uhr

    Veranstaltungsart
    Kongress therapie Leipzig
    Veranstaltungsort
    Messehaus, Ebene -1, M28
    Themen
    Sportmedizin, Neurologie, Alternative Heilverfahren, Sporttherapie / Medical Fitness, Prävention
    Berufsgruppe
    Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ärzte, Trainer Reha- u. Gesundheitssport, Sportwissenschaftler, Sporttherapeuten
    Teilnahme-empfehlung

    A+B

    Fortbildungspunkte

    4

    Referent

    Klinikum Chemnitz gGmbH
    Herr Marcus Schlesinger

    Inhalt

    Die Schmerztherapie vollzieht aktuell einen Wandel. Es drängt sich die Frage auf, ob überhaupt jeder Schmerz behandelt – oder „konsequenzlos weggemacht“ werden sollte (am besten in Narkose). Dass Schmerz einen sinnvollen, lebensnotwendigen Schutz darstellt, wird allgemein akzeptiert, wobei hier bislang überwiegend der „akute“ gemeint ist. Trifft das auf den „chronischen Schmerz“ nicht zu? Möglicherweise ist die Feststellung, dass der „chronische Schmerz“ krankhaft (sinnlos) ist und deshalb vordergründig eliminiert werden muss durchaus in Frage zu stellen. Ist dabei hauptsächlich die Trennung zwischen „Akutschmerz“ und „Chronischem Schmerz“ richtungsweisend, oder sollte neben nozizeptiven Aspekten nicht auch zunehmend der Sensibilisierungsgrad des Patienten stärker berücksichtigt werden, um sinnvolle Therapieoptionen auszuwählen? Sind die Konsequenzen, die sich aktuell behandlungstechnisch ergeben angemessen, oder dominiert hier zu stark das antinozizeptive Therapieregime mit externem Behandler und zunehmend nur kurzfristigen (wenngleich initial durchaus erstaunlichen) Erfolgen?
    Schmerz fordert Veränderung. Dadurch lernt der Mensch. Das scheint ein wesentlicher Sinn des Lebens.
    Ein Patient sollte auch diese Form der „(Be)Handlung“ wieder zunehmend in Erwägung ziehen und es ist auch Aufgabe medizinischer Berufsgruppen, ihn zu unterstützen, wenn er wieder mehr als aktuell üblich in Eigenverantwortung dem Schmerz sinnvoll begegnen will.
    In multimodalen Schmerzbehandlungskonzepten findet dies Berücksichtigung. Es wird nach Schmerzrekonzeptualisierung (Relativierung der Schmerzursachen und diagnostischen Befunde, möglichst mit „Entängstigung“) versucht, unter Nutzung neuroplastischer Mechanismen (und weitestgehender Vermeidung fremdinterventioneller Chronifizierungs-/Sensibilisierungsrisiken) sowie körpereigener Schmerzbewältigungssysteme (analgetische, antientzündliche…) neue Handlungsstrategien (weniger „BE“handlungsstrategien!) zu erarbeiten. Besonders sinnvoll scheint dies, wenn Nozizeption nicht den dominierenden Anteil am Schmerzempfinden hat bzw. Reizverarbeitungsmechanismen optimierungswürdig sind.
    Dabei gewinnt das Allostaseprinzip (Anpassung an Veränderungen) an Bedeutung, womit durchaus Abgrenzungen zu den bisher weit verbreiteten reparierend-rehabilitativen Vorgehensweisen gegeben sind und sogar Leistungseinbußen (in der Leistungsgesellschaft natürlich äußerst ungünstig!) in bestimmten Lebensbereichen eintreten können.
    In einem Fachvortrag/Seminar werden Grundlagen schmerzrelevanter Sensibilisierungsphänomene vermittelt sowie sich daraus ergebende Möglichkeiten der weiteren Handlungsstrategien im physischen und psychologischen Bereich praxisnah erörtert.

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