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    DGNKN-Kongress (D-004)

    Schlaganfall

    08.03.19 | 15:00 – 18:00 Uhr

    Veranstaltungsart
    Fortbildungskongress DGNKN
    Veranstaltungsort
    CCL, Ebene 2, Vortragsraum 9
    Themen
    Neurologie
    Berufsgruppe
    Ärzte
    Eintritt
    Online Ticket 57,00 EUR / Tageskasse 69,00 EUR
    Teilnahme-empfehlung

    A

    Fortbildungspunkte

    Fortbildungspunkte werden bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt. Fortbildungspunkte für Therapeuten: pro Kongresstag 6 Punkte, pro Halbtagsveranstaltung 3 Punkte.

    Organisator

    Deutsche Gesellschaft für Neurotraumatologie und klinische Neurorehabilitation e.V. DGNKN

    Inhalt

    15:00 - 16:30
    Evidenz, Möglichkeiten und Grenzen moderner Therapieansätze bei Patienten nach Schlaganfall

    Jan Mehrholz

    In den letzten Jahren kam es zu einer Vielzahl neuer Erkenntnisse zur motorischen Erholung nach Hirnschädigung. Die Teilnehmer dieses Vortrags im Rahmen der DGNKN-Fortbildungsreihe erwerben Fachwissen zum aktuellen Stand motorisches Lernen und daraus folgende praktische Anwendungen und Implikationen.
    Neben aktuellen Grundlagen des motorischen Lernens, werden moderne Therapieansätze wie elektromechanisch-assistiertes Üben, tDCS, TMS, mentales Üben, Spiegeltherapie, forced Use / Constraint induced movement therapy, Arm-Basis und Arm-Fähigkeitstraining, Krafttraining, Balancetraining, Laufband- und Gehtraining vorgestellt und Evidenz, Möglichkeiten und Grenzen diskutiert.

    16:30 - 18:00
    Regionale Netzwerke
    Möglichkeiten und Grenzen in der ambulanten Versorgung neurologischer Patienten

    Dr. Thorsten Böing

    Einführung
    Die Zahl neurologischer Erkrankungen nimmt stetig zu, allein die Indikation „Schlaganfall“ wird laut Erlanger Schlaganfall-Register in ihrer Prävalenz in den kommenden 8 Jahren auf insgesamt ca. 3,5 Millionen Patienten ansteigen (Kolominsky-Rabas et al., 2006). Hieraus resultiert ein deutlicher Bedarf an Kompetenznetzwerken, bestehend aus spezialisierten Ärzten, Therapeuten und Sanitätshäusern, die den Patienten regional, individuell und bestmöglich versorgen. Welche regionalen Strukturen und welche Instrumente sind dabei hilfreich? Kann man Qualitätsstandards definieren? Sollen Ansätze der Versorgungsforschung in der täglichen praktischen Umsetzung auch erfolgreich sein? Wie verhält es sich insbesondere mit den „Patient Reported Outcomes“ (Rothman et al., 2009)?
    Methoden
    Theoriegeleitete Versorgungsmodelle sowie ausgesuchte Beispiele funktionierender und weniger funktionierende Netzwerke in der intersektoralen neurologischen Rehabilitation werden vorgestellt, interdisziplinäre Sprechstunden in Kliniken und Praxen und die zugehörigeDokumentation werden exemplarisch erörtert und unterstreichen einen wichtigen Baustein der ambulanten Versorgung.
    Ergebnisse
    Die Merkmale funktionierender Regionalnetzwerke zeigen, dass umso eher multidisziplinär respektvoll miteinander gearbeitet wird, je mehr den beteiligten Berufsgruppen ihre spezielle Expertise zugestan-den wird. Bei der Auswahl geeigneter Heil- und Hilfsmittel entscheidet manchmal jedoch die eigene, weniger die patientenzentrierte Perspektive. Nicht maximale, sondern optimale Versorgung ist das Ziel. Dieses ist jedoch nur dann zu erreichen, wenn einerseits ausreichend Kommunikation zwischen den Netzwerkpartnern herrscht, andererseits aber auch Verantwortung delegiert werden kann. Das bedeutet, dass Ärzte die Expertise bzgl. der neurophysiotherapeutischen Behandlungsmethode bei den Therapeuten belassen, diese wiederum eine notwendige Hilfsmittelversorgungen bei den Orthopädietechnikern. Bestenfalls – wie in den beschriebenen Netzwerken der Fall – schauen sich Techniker, Therapeut und Arzt den Patienten gemeinsam an.
    Schlussfolgerung
    Die Neurologie ist das am stärksten wachsende Feld aller medizinischen Indikationen. Die wachsende Zahl regionaler Versorgungsnetzwerke verdeutlicht den Bedarf nach spezialisiertem Wissen für die Neurorehabilitation. Wie der dafür notwendige Wissenstransfer und die daraus resultierende Versorgungsqualität funktionieren können, ist einerseits seit nunmehr über 10 Jahren bekannt und in Theorie und Praxis eindrucksvoll bewiesen (Graham et al., 2006), andererseits zeigt das „Evidence Knowledge Gap“ die Trägheit des Systems (Elliott et al., 2014). Daher ist es unbedingt notwendig, dass für eine möglichst gute medizinische, therapeutische und orthopädietechnische Versorgung die relevanten Berufsgruppen auf Augenhöhe miteinander arbeiten.

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